• Hier ein paar Hintergrundinfos zu Yale, zum Beispiel über das berühmte Footballspiel gegen Harvard, oder die Erklärung für das seltsame
    Trinkritual der Whiffenpoofs, das im Film zu sehen ist, und ein paar Tips
    dazu, wie man nach Yale kommt.


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  • Das Harvard-Yale Football Spiel

    Die Rivalität zwischen den Harvard Crimson und den Yale Bulldogs ist legendär. Sie geht zurück bis ins Jahr 1875. »The Game« - »das Spiel« - findet immer Ende November am Ende der Football Saison statt und ist der Höhepunkt des Semesters für viele Studierenden.

    Über das Football-Spiel wird auch eine Rivalität zwischen den beiden Hochschulen ausgetragen, die weit über den Sport hinaus geht. Das Spiel zu gewinnen ist deswegen für viele Spieler und Studierende wichtiger als das Saison-Ergebnis ihres Teams.

    Als wir das Harvard-Yale Spiel filmten, hatte Yale seit fünf Jahren nicht mehr gewonnen. Keiner der studentischen Yale-Fans hatte also je einen Yale-Sieg erlebt, keiner der Football Spieler je Harvard besiegt. Umso größer war der Jubel, als Yale mit großem Abstand (34:13) diese Durststrecke beendete und damit gleichzeitig den Ivy League Titel holte.

    2004 gewann zwar Harvard, aber dafür gelang es Yale Studenten, 1800 Harvard Fans dazu zu bewegen, zur vermeintlichen Unterstützung ihres Teams rote Poster in die Luft zu halten - rot ist die Farbe von Harvard. Diese Poster formten aber die Worte »We suck«
    (»wir sind Scheiße«). Mehr auf: www.harvardsucks.org




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    Yale-Traditionen

    A-cappella-Gesang ist vielleicht die wichtigste Tradition an Yale. Der angeblich älteste und berühmteste College A-cappella-Chor der Welt wurde an Yale gegründet: die »Whiffenpoofs«. Er besteht aus den jeweils 14 besten Sängern des letzten College-Jahrgangs. Seit 1909 treffen sich die Whiffenpoofs immer montags um sechs bei »Mory's«, einem Club nur für Yale-Mitglieder, um dort für die anderen Club-Mitglieder zu singen, zu essen und ein seltsam anmutendes Trinkritual zu pflegen, das auch im Film zu sehen ist. Aber was machen die da eigentlich und wozu?

    Ein urnengroßes Gefäß, schlicht »Cup« genannt, wird reihum gereicht. Darin befindet sich ein knallbuntes Gesöff in rot, grün, blau, gold oder violett. Mancher Trunk basiert auf Bier, anderer auf Sekt. Der letzte, der aus dem »Cup« trinkt, muss ihn bis auf den letzten Tropfen ausleeren, dies nur mit dem Mund und am Ende mit den Haaren (!). Schaffte er das früher nicht, musste er die Runde bezahlen. Er wird dabei von der Gruppe mit einem traditionellen Lied angefeuert: »It's (Name des Trinkers) that makes the world go round...«

    Ein anderes Lied, die Hymne der Whiffenpoofs, spricht Bände über die Bedeutung der gemeinsamen Abende bei Mory's. Es wird am Ende des Abends stehend gesungen und ist auch am Filmende zu hören:
    »To the tables down at Mory's, to the place where Louie dwells, and the dear, old Temple Bar we love so well...«




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    Wie kommt man nach Yale?

    Was viele nicht wissen: Auch deutsche Abiturienten können sich direkt an Yale bewerben und bekommen, wenn sie sich die Studiengebühren nicht leisten können, den Rest oder sogar die gesamten Gebühren plus Lebensunterhalt von Yale bezahlt. Bei der Bewerbung achtet Yale nicht darauf, wer Geld hat und wer nicht (»need blind admission«).

    Die Aufnahmeprozedur ist allerdings nicht ganz leicht und vor allem erfordert sie einen langen Atem. Wer sich bewerben möchte, sollte etwa ein Jahr vor dem geplanten Studienbeginn mit der Bewerbungsvorbereitung beginnen. Verlangt werden Testergebnisse von standardisierten Wissens- und Intelligenztests, ein Bewerbungsessay, mehrere Gutachten und vor allem gute Schulnoten, dazu für Ausländer ein Englischtest.

    Wer sich bewirbt, sollte in der Schule gezeigt haben, dass er das Potential zu guten akademischen Leistungen hat. Doch das allein reicht nicht. Yale ist bestrebt, möglichst unterschiedliche Menschen mit ganz verschiedenen Kenntnissen und Fähigkeiten zusammen zu bringen, damit die Studierenden auch außerhalb des Studiums viel voneinander lernen. Vielleicht hast Du ja eine Internet-Tauschbörse für Manga-Comics aufgebaut, Dir eine Ameisenfarm zugelegt und Dein Blog darüber gehört zu den meistbesuchten, oder Du arbeitest als DJane in einem Jugendtreff für benachteilgte Jugendliche...
    www.yale.edu